Öffentlich ist wesentlich

Schon gewusst? Zahlen, Daten, Fakten

Schon gewusst? Zahlen, Daten, Fakten

  • Bürgerservicebüros

    Bürgerservicebüros sind die erste Anlaufstelle für alle, wenn es um kommunale Dienstleistungen und Serviceangebote geht. Sie gehören seit den 2000er Jahren zum Standardangebot jeder Kommune über 20.000 Einwohner. Es gibt bundesweit über 700 Bürgerservicebüros, in 81 Großstädte und 619 Mittelstädten.

  • Feuerwehr

    Die Feuerwehren haben Fachleute mit Technik- und Rettungskompetenz bei Bränden, Unglücksfällen, Notständen und Katastrophen. Sie leisten aber auch einen wesentlichen Beitrag bei der Schadenverhütung durch vorbeugenden Brand- und Umweltschutz sowie Beratung und Schulung. Bundesweit gibt es 22.451 Feuerwehren mit insgesamt 1.026.639 aktiven Feuerwehrleuten, die meisten sind ehrenamtlich tätig. In den Kommunen gibt es 40.000 hauptberufliche Feuerwehrleute, davon sind 32.597 in den 105 Berufsfeuerwehren tätig. Im Jahr 2017 mussten Feuerwehrleute insgesamt 4.230.433 Mal ausrücken, 68,76 % der Einsätze entfielen auf die Notfallrettung und den Krankentransport. In der Zeit von 2013 bis 2017 sind die Einsatzzahlen um nahezu 15 % angestiegen. Die Zahl der aktiven Retter – der freiwilligen und hauptberuflichen Feuerwehrleute – ist leider nicht gewachsen.

  • Zoos

    Rund 600 Zoos, Tier- und Wildparks gibt es in Deutschland. Über 19 Millionen Bürger*innen waren im Jahr 2018 mindestens einmal jährlich im Zoo.

  • Bäder

    Seit dem Jahr 2000 wurde in Deutschland jedes zehnte Bad geschlossen, jedes zweite Bad ist sanierungsbedürftig. Im Jahr 2012 gab es bundesweit insgesamt 7. 040 Hallen- und Freibäder. Problematisch ist, dass die Schwimmfähigkeit deutlich abnimmt, mangelnde personelle Kapazitäten und damit fehlende Angebote für Schwimmunterricht führen dazu, dass z. B. 59 % der Zehnjährigen keine sicheren Schwimmer sind.

  • Gesundheitsämter

    Die Aufgaben sind vielfältig, zu ihnen gehören neben dem Infektionsschutz z. B. auch der Impfschutz von Kindern, die Schuleingangsuntersuchungen, die Unterbringung von psychisch Kranken, der kinder- und jugendärztliche Dienst und die Sicherstellung der Überwachung des Trinkwassers. Viele Gesundheitsämter sind aufgrund von Personalmangel, insbesondere wegen Ärztemangel und z. T. mangelnder Ausstattung kaum mehr in der Lage ihre hoheitlichen Aufgaben nachzukommen. Im Jahr 2018 waren bundesweit 21.912 Beschäftigte in den Kommunen für diese Aufgaben, tätig. Die Zahl der Ärztinnen und Ärzte in den Gesundheitsämtern ist in den letzten 20 Jahren um ca. 1/3 zurückgegangen – die Folge eines stetigen Personalabbaus und nicht besetzter Stellen.

  • Nahverkehr

    Über 130.000 Menschen arbeiten täglich für ihre Fahrgäste. Die Fahrer*innen von Bussen, Straßenbahnen und U-Bahnen halten an 7 Tagen in der Woche Tag und Nacht den Takt. Fachkräfte wie Mechatroniker, Schlosser oder Lackierer halten Fahrzeuge und Infrastruktur in Schuss. In den Verwaltungen haben alle ein offenes Ohr für ihre Kunden. Der Service sorgt für Sicherheit und Sauberkeit. Die Anzahl der Fahrgäste nahm seit 1998 um 24% zu, die der Beschäftigten ist um 18% gesunken.

  • Öffentliche Krankenhäuser

    Ein wichtiges Element der Daseinsvorsorge ist die flächendeckende, stationäre Krankenhausversorgung, hierfür tragen die Landkreise und kreisfreien Städten die Verantwortung. Im Jahr 1991 waren es bundesweit noch rund 2.400 Krankenhäuser, die Zählung des Statistischen Bundesamtes ergab im Jahr 2018 noch 1.925 Kliniken. Die privaten Träger haben ihren Anteil von 21,7 % im Jahr 2000 auf rund 37,5 % der Häuser im Jahr 2018 ausgebaut. Mit der Reduzierung der Zahl der Krankenhäuser ging auch eine Reduzierung der Krankenhausbetten einher, seit dem Jahr 1991 wurde die Anzahl von Krankenhausbetten um rund ein Viertel verringert. Die Reduktion entfiel auch hier vor allem auf die öffentlichen und freigemeinnützigen Träger, wohingegen die Kapazitäten der privaten Häuser ausgebaut wurden. Gleichzeitig ist die Zahl der behandelten Patienten um rund 25 Prozent, auf rund 19,4 Mio. Fälle im Jahr 2018 gestiegen.

  • Kommunale Ver- und Entsorgungsunternehmen

    Sie erbringen umfassende Dienstleistungen und Serviceangebot für die Bürger*innen, hierzu gehören z. B. die Strom-, Gas,- Wärme- und Wasserversorgung, außerdem die Abwasser- und Abfallentsorgung. Insgesamt 268.123 arbeiten in kommunalen Ver- und Entsorgungsunternehmen, davon sind rd. 10.000 Ausbildende. Sie entsorgen jeden Tag 31.500 Tonnen Abfall – das entspricht dem Gewicht des Berliner Fernsehturms. Täglich werden 123 Liter Trinkwasser pro Bürger geliefert. Das Kanalnetz hat eine Länge von 136.000 Kilometern – das entspricht fast 11-mal der Länge der deutschen Autobahnen. Jährlich werden 79 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt und knapp 45 Prozent der Stromverteilnetze in Deutschland bewirtschaftet. Das entspricht mit 802.000 Kilometern dem gut 20-fachen einer Erdumrundung.

  • Zoll

    Der Zoll sorgt z. B. dafür, dass der internationale Warenverkehr auch unter den veränderten Gegebenheiten der Corona Pandemie schnell abgefertigt wird.
    Bei über 250 Millionen Zollabfertigungen im Warenverkehr, mit Nicht-EU-Staaten im Gesamtwert von über einer Billion Euro, stellten die Zöllner*innen im Jahr 2019 - neben vielen weiteren Schmuggelgütern - erneut Rekordmengen an Rauschgift sicher. Mit über 141 Milliarden Euro hat der Zoll 2019 fast 45 Prozent der Steuereinnahmen des Bundes eingenommen. Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) überprüfte im Jahr 2019 mehr als 55.000 Arbeitgeber und leitete rund 115.000 Strafverfahren wegen Schwarzarbeit bzw. illegaler Beschäftigung ein.

  • Wasser- und Schifffahrtsverwaltung

    Das Motto der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) ist: Mobilität ermöglichen und die Umwelt schützen! Die Beschäftigten sind für einen gefahrlosen, reibungslos fließenden und damit wirtschaftlichen Schiffsverkehr zuständig. Zu ihren Aufgaben gehören die Unterhaltung, der Betrieb sowie der Aus- und Neubau der Bundeswasserstraßen einschließlich der Schleusen, Wehre, Brücken und Schiffshebewerke. Insgesamt ist die WSV für 23.000 km² Seewasserstraßen und rund 7.300 km Binnenwasserstraßen verantwortlich. Spezialwasserfahrzeuge müssen für unterschiedliche Fachaufgaben, wie z. B. Tonnenlegen, Notfalleinsätze oder Peilwesen eingesetzt werden.