Gewaltprävention

Arbeitgeber sind in der Pflicht

Infos und Flugblätter

Gewaltprävention im Betrieb

Verbale Beschimpfungen und Beleidigungen, die Androhung oder gar Ausübung körperlicher Gewalt gegenüber Beschäftigten im öffentlichen Dienst sind leider immer wieder aktuell. Betroffen sind z. B. Feuerwehrleute, Beschäftigte in Jobcentern, Bürgerämtern, bei den Gerichten und in Justizvollzugsanstalten, in Bädern, der Überwachung des ruhenden Verkehrs und im öffentlichen Nahverkehr. Die Palette der Gewalt ist vielfältig und geht vom Anschreien, über Beleidigungen bis hin zu körperlichen Angriffen.

Einen Grund sehen wir in der zunehmenden Spaltung der Gesellschaft, immer mehr Menschen fühlen sich abgehängt. Gleichzeitig wird die Personaldecke in den Bereichen mit Publikumsverkehr immer dünner. Befristungen und eine hohe Fluktuation führen dazu, dass immer wieder neue Beschäftigte eingearbeitet werden müssen. Bürger- und Einwohner*innen müssen sich somit immer wieder auf neue Ansprechpartner*innen einstellen, auch das hilft nicht bei der Gewaltprävention.

ver.di betont: Die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten muss Priorität haben, die öffentlichen Arbeitgeber sind in der Verantwortung für eine effektive Gewaltprävention in den Dienststellen zu sorgen.

Eine wichtige Rolle haben ver.di Personalräte zur Durchsetzung verschiedener betrieblicher Maßnahmen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes, die der Gewaltprävention dienen. Für die Beratung, Unterstützung und Zusammenarbeit sind Unfallkassen, Polizei und die Ämter für Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit weitere wichtige Partner. Die Sicherheit der Beschäftigten darf nicht von der Haushaltslage abhängig gemacht werden.

Mehr Informationen und Flugblätter stehen unter: https://bund-laender.verdi.de/gewaltpraevention-im-betrieb