Frauen

Region Hannover gewinnt Gender Award 2018

Auszeichnung

Gender Award 2018

Das Bild zeigt die Preisträgerinnen des 1. Platzes des Gender-Awards 2018. Die Region Hannover. Susanne Hübner, Fotoagentur HÜBNER Gender-Award 2018 - Region Hannover

Den zweiten Platz belegt Frankfurt am Main, den dritten Düsseldorf.

Schirmherrin Franziska Giffey (SPD) : „Mit dem Gender  Award würdigen wir vorbildliche Gleichstellungsarbeit auf kommunaler Ebene und hoffen, dass die guten Beispiele der prämierten Kommunen Schule machen.“

Mit dieser Auszeichnung möchte die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) kommunaler Frauen -und Gleichstellungsbüros kreative und erfolgreiche Strategien zur Frauen- und Gleichstellungspolitik in Kommunen auszeichnen und damit das besondere Engagement für Gleichstellungsarbeit vor Ort mehr als bisher in den Fokus der Öffentlichkeit rücken. Der Wettbewerb richtet sich an alle Kommunalverwaltungen in Deutschland, die innovative Projekte, Maßnahmen und Aktivitäten im Interesse der Gleichstellung von Frauen und Männern initiiert und dauerhaft umgesetzt haben.

Die Region Hannover überzeugte und wurde augrund ihrer herausragender struktureller Aspekte ihrer Gleichstellungsarbeit ausgewählt.

Maria Unger, Bürgermeisterin a.D., sagte bei der Preisverleihung: „Besonders beeindruckt hat die Jury die Umsetzung von Gender Mainstreaming - also der Berücksichtigung der Auswirkungen aller Vorhaben auf Frauen und Männer.“ Die Region Hannover hat sowohl fachliche als auch strukturelle Maßnahmen ergriffen, um eine möglichst einheitliche Gleichstellungsarbeit in den Kommunen der Region zu gewährleisten. So wurden z.B. regelmäßige Arbeitstreffen der Gleichstellungsbeauftragten der Region implementiert. Diese ermöglichen nicht nur gemeinsame Qualifizierungsmaßnahmen, sondern auch abgestimmte Veranstaltungsplanung und gleichstellungspolitische Positionierungen. Aber auch die Gesundheitsförderung ist einer zentralen Arbeitsvorhaben.

Auch die Stadt Frankfurt am Main überzeugte durch ihre herausragenden strukturellen Aspekte ihrer Gleichstellungsarbeit. Die Stadt hat mit ihrer im hessischen Gleichstellungsgesetz begründeten Struktur eines internen Gleichstellungsbüros und eines externen Frauenreferats umfangreiche Kapazitäten für die Gleichstellungsarbeit der Kommune bereit gestellt. Um Gender Mainstreaming in der Verwaltung umsetzen zu  können, wird ein hohes Maß an Genderkompetenz benötigt. Dem trägt die Stadt Frankfurt am Main mit einem Zusatz in ihren Ausschreibungen Rechnung und verlangt als Anforderungsmerkmal für neue Führungspositionen „Genderkompetenz“. Dies wird in den Auswahlverfahren durch Fragestellungen im Auswahlinterview abgeprüft. Dadurch können Führungskräfte der Erwartung, mit Aspekten der Diversität und Gender-Themen umgehen zu können, entsprechen.

Düssledorf überzeugte mit ihrem strukturierten Ansatz zur Gleichstellungsarbeit. Die regelmäßige Kommunikation durch den dort existierenden Gleichstellungsausschuss mit der Politik ist nur ein Aspekt. Mit dem Aktionsplan zur Europäischen Gleichstellung von Frauen und Männern ist auf der fachlichen Ebene ein Schwerpunkt gesetzt worden, der den Bürgerinnen und Bürgern deutlich macht, welche Aktivitäten in der Stadt zum Thema Gender und Sport umgesetzt werden sollen. Durch die Implementierung des Bausteins „Chancengleichheit und Genderkompetenz“ in die modulare Qualifizierung der Führungsnachwuchskräfte wird gleichstellungspolitisches Wissen in die Leistungseinheiten getragen und muss nicht ausschließlich vom Gleichstellungsbüro vorgehalten werden.

Alle Preisträgerkommunen erhielten eine Steele, sowie eine Urkunde. Ausgelobt wurde der Preis von der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) kommunaler Frauen - und Gleichstellungsbüros in Deutschland.

Gender Award - Kommune der Zukunft

Gesucht werden Kommunen, die eine besonders kreative und vorbildliche Gleichstellungsarbeit vor Ort umsetzen

Der Preis: Der „Gender Award - Kommune mit Zukunft“ wurde 2016 zum ersten Mal verliehen und füllt eine Lücke. So gibt es zwar verschiedene Gleichstellungspreise aber keinen, der die strategischen Konzepte der Kommunen für Gleichstellung von Frauen und Männern würdigt. Mit dieser Auszeichnung möchte die Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen in Deutschland das besondere Engagement für Gleichstellungsarbeit von Kommunen in den Fokus der Öffentlichkeit rücken. Gesucht wurden Kommunen, die eine besonders kreative und vorbildliche Gleichstellungsarbeit vor Ort umsetzen und Ungerechtigkeiten zwischen Frauen und Männern aufspüren und dauerhaft beseitigen.

Der Wettbewerb „Gender Award – Kommune mit Zukunft“ wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert.

Der Preis wird alle zwei Jahre vergeben. Er ist nicht dotiert, die Gewinnerkommunen erhalten eine Steele.

Die BAG: Die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG)kommunaler Frauen-und Gleichstellungsbüros vertritt fast 1900 kommunale Frauen-und Gleichstellungsbeauftragte in ganz Deutschland.  Die BAG nimmt Stellung zu  Themen der Gleichstellung zwischen Frauen und Männer, organisiert Fachtagungen und Bundeskonferenzen, initiiert Kampagnen und Aktionen, kooperiert mit einer Vielzahl von Institutionen und Verbänden, unterstützt die Frauen-und Gleichstellungsbeauftragten vor Ort.

Weitere Informationen

Mehr zum Gen­der-A­ward 2018 und den Preis­trä­gern auf der Web­si­te der BAG.