JAV/PR-FORUM 2016

Ein Praxisbeispiel

Forum A2

Betriebliches Gesundheitsmanagement

Wiebke Koerlin Bender Wiebke Koerlin

Referentin: Wiebke Koerlin

Zu Beginn des Forums berichtete Wiebke Koerlin vom Hauptpersonalrat des Ministeriums Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Rheinland Pfalz über das Rahmenkonzept zum Gesundheitsmanagement in der Landesverwaltung Rheinland Pfalz und DGB/dbb. Es sind ca. 120.000 Beschäftigte betroffen.

Die Arbeitgeber haben akzeptiert, dass die Gesundheit der Beschäftigten ein wichtiges Gut ist und die Prävention Vorrang  hat. Der DGB-Index Gute Arbeit hat das Thema noch befördert. Die politische Ebene muss das Thema annehmen. Wichtig ist eine Berichtspflicht.

Ein großes Problem spielt immer die Zeit des Einzelnen und das Verständnis der Vorgesetzten. Viele Beschäftigte leiden unter Arbeitsdruck und Arbeitsmenge. Personalräte müssen dies zum Thema machen. Frage? Welcher Personalrat nutzt Pausen während seiner Sitzung?

Finanzielle Mittel sind immer ein Problem. Aber Gesundheit kostet nun mal. Es muss gegenüber gestellt werden, was Ausfallzeiten kosten und was die Arbeitsfähigkeit der Beschäftigten. Führungskräfte müssen qualifiziert werden, um ihrer Aufgabe gerecht zu werden. Ziele müssen gut überlegt sein, eine Bewertung muss erfolgen und Anreize sind zu setzen.

Aus der angeregten Diskussion ergab sich, dass es in vielen Dienststellen schon zahlreiche kleine Maßnahmen zur Gesundheitsprävention gibt, aber auch in anderen Dienststellen die Vorgesetzten nicht einsehen wollen, dass die Gesundheit der Beschäftigten ein hohes Gut ist.

Das Fazit aus dem Workshop ist:

Die Gesundheit der Beschäftigten zu erhalten, ist ein strategisches Ziel der Personalentwicklung. Die Personalräte und Dienststellenleiter müssen dazu Vereinbarungen treffen. Die Führungskräfte müssen geschult werden. Es muss ein Anreiz für die Beschäftigten geschaffen werden, sich zu beteiligen.

Bericht: Ellen Bornschein