JAV/PR-FORUM 2016

Das Aachener Modell

Forum A4

Gewaltprävention im Betrieb

Katrin Päßler Bender Katrin Päßler

Gewaltprävention im Betrieb

Referentin: Katrin Päßler, Stadt Aachen

Das „Aachener Modell“ zur Gewaltprävention wurde vorgestellt. Der Ansatz besteht aus mehreren Schritten:

  • Gewaltformen eingeteilt in Gefährdungsstufen,
  • verantwortliche Personen im Betrieb,
  • Handlungs- und Verhaltensempfehlungen und
  • Schaffung von betrieblichen Voraussetzungen zur Gewaltprävention.

In jedem Betrieb/Verwaltung sollte eine Grundsatzerklärung gegen Gewalt von allen betrieblichen Akteuren veröffentlicht werden.

Um das Thema Gewaltprävention in Betrieben und Verwaltungen angehen zu können, sollte ein Arbeitskreis zur Gewaltprävention mit allen Akteuren (natürlich auch den PersonalrätInnen) gegründet werden.

Ziel ist es, einen Überblick der Gefährdungsbeurteilungen herzustellen, sie in Stufen einzuordnen und Präventionsmaßnahmen zu bewerten. Dabei müssen alle Bereiche des Betriebes/der Verwaltung genau analysiert und den unterschiedlichen Gefährdungsstufen zugeordnet werden. Die festgelegten Maßnahmen müssen Teil der Gefährdungsbeurteilung sein.

Ein Fragebogen zu erlebten Formen von Gewalt kann dem Betrieb/der Verwaltung Aufschluss darüber geben, welche Formen von Gewalt vorkommen und wie gefährdet ein Bereich ist (Außendienst, Innendienst, Jobcenter, Wohnungsangelegenheiten, ASD, usw.). Nach einer Bewertung können technische, organisatorische, bauliche und Personenbezogene Maßnahmen festgelegt werden, die nach ihrer Umsetzung regelmäßig evaluiert werden müssen. Dabei müssen alle, insbesondere aber die Führungskräfte, regelmäßig geschult und betriebliche Standards entwickelt werden.

Bericht: Jutta Ahrweiler